MEIDLING MEIN BEZIRK

Der Bezirk im Süden von Wien

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Traute Molik-Riemers großes Menschenbild ist 40 Meter lang

Ein neuer Rekord für das längste Bild Meidlings wurde aufgestellt: Die Künstlerin Traute Molik-Riemer hat ihre Familie und Freunde auf rund 40 Metern verewigt. Inzwischen ist sie auf Gletscher-Bilder umgesattelt.

WIEN/MEIDLING/PENZING. Wenn man die Wohnung von Traute Moli-Richter in Meidling betritt, merkt man gleich, dass man es mit einer Künstlerin zu tun hat: Bilder und Malzubehör findet man beinahe überall. „Meine Penzinger Wohnung nutze ich beinahe nur noch als Atelier“, so die Künstlerin. Da ihr Sohn zurzeit beruflich im Ausland unterwegs ist, lebt die 81-Jährige zurzeit bei der Grünbergstraße in Meidling.

In ihrem Atelier zeigt sie dann auch ihr Meisterwerk: Auf insgesamt rund 40 Metern hat sie alle ihre Lieben auf Leinwand verewigt. „Begonnen habe ich damit, als ich 55 Jahre alt war“, erinnert sich Molik-Riemer. Damals ging sie in Pension und hat auf ihr Leben zurückgeblickt. So entstand dann die Idee, alle die Menschen, die ihr wichtig waren, auf Leinwand zu verewigen. Sowohl ihre Meidlinger Familie als auch Freunde und Arbeitskollegen finden sich auf der Leinwand. Vier Jahre lang arbeitete die Künstlerin an diesem Werk.

Von Menschen zu Wasser

„Ein Teil davon wurde auch schon einmal ausgestellt“, erinnert sie sich: Bei der Eröffnung der Kulturgarage in Floridsdorf konnte man zehn Meter sehen. Das ganze Werk ist aber noch nie gezeigt worden, denn für 40 Meter Leinwand haben die meisten Galerien nicht den Platz.

Das große Menschenbild von Traute Molik-Riemer ist 40 Meter lang. Foto: Karl Pufler

Inzwischen hat sich die Künstlerin schon längst auf andere Motive konzentriert. „Zum Jahr des Wassers 2003 habe ich mit Wasserbildern begonnen“, erinnert sich Moli-Richter. „Ursprünglich habe ich nur überlegt, wie man Wasser malen kann“, erzählt sie. „Dabei habe ich entdeckt, wie schön Wasser ist.“

200 Wasserbilder

Das hat mitunter auch damit zu tun, dass die 81-Jährige seit jeher eine „Wasserratte“ ist, wie sie sagt: Sie mag zwar keinen Sport, aber schwimmen war für sie immer wichtig. Und so versuchte sie schließlich dieses Element auch mit Farbe und Pinsel einzufangen. „Rund 200 Wasserbilder habe ich gemalt“, rechnet sie nach.

Traute Molik-Riemer mit einem ihrer früheren Bilder. Foto: Karl Pufler

Inzwischen ist die Künstlerin einen Schritt weiter gegangen und versucht sich nun mit Gletscherbildern. So möchte sie darauf aufmerksam machen, dass man dieses Element schützen muss und nicht verschwenden darf. Ihre nächste Schau steht erst wieder im Mai an. Dann wird sie in der Galerie in der Zieglergasse ihre nächsten Werke ausstellen.

Titelbild: Karl Pufler

 

 

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